Mediziner über Dermaroller®: Gute Erfolgsbilanz bei Aknenarben

17. November 2020 | Claudia Piuntek
Im Jahr 2004 ist der im westfälischen Münster ansässige Hautarzt Dr. med. Kai Rezai auf ein medizinisches Gerät aufmerksam geworden, mit dem eingesunkene Narben, so genannte atrophische Narben, äußerst effektiv behandelt werden können. Seither hat der Mediziner in seiner Praxis umfassende Erfahrungen mit der Wirksamkeit des Dermarollers® gesammelt. Im Gespräch berichtet Dr. Rezai von Krankheitsbildern, Behandlungskosten und seinen medizinischen Erfolgen.

Herr Dr. Rezai, bei welchen Krankheitsbildern empfehlen Sie Ihren Patienten eine Behandlung mit dem Dermaroller®? 


Dr. Rezai: 
Die korrekte Auswahl der Patienten ist der zentrale Punkt. Häufig kommen Menschen in meine Praxis, die sehr unter ihren Aknenarben leiden. Seit der Entwicklung des Dermarollers® kann ich ihnen eine Methode empfehlen, solche Narben effektiv zu behandeln. Die Behandlung wirkt nur bei kleinen bis mittleren Aknenarben. Außerdem habe ich sehr gute Erfahrungen bei der Reduzierung von Knitterfalten im Gesicht und so genannten Striae, im Volksmund Schwangerschaftsstreifen, gemacht. Ich informiere meine Patienten aber auch darüber, dass eine Behandlung bei schweren Aknenarben oder tiefen Furchen im Gesicht wenig Sinn macht. 

Wie viele Patienten haben Sie schon behandelt und wie viele Behandlungen haben Sie mit dem Dermaroller® ausgeführt?

Dr. Rezai:
In den vergangenen vier Jahren habe ich etwa 150 der insgesamt halbstündigen Behandlungen ausgeführt und den Dermaroller® bei nahezu 40 Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern angewendet. Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, empfehle ich in der Regel mindestens drei Behandlungen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Patienten ihre Narben, Falten und Dehnungsstreifen vier Mal mit dem Dermaroller® behandeln lassen. Das Verhältnis von Aknepatienten zu Menschen, die Gesichtsfalten oder Dehnungsstreifen behandeln lassen, liegt übrigens bei 80 sowie jeweils zehn Prozent.

Lassen sich auch die Verbesserungen des Hautbildes, also die genauen Behandlungserfolge, in Prozentzahlen benennen?

Dr. Rezai:
Ja, im Schnitt kann ich sagen, dass nach drei Behandlungen mit dem Dermaroller® eine Verbesserung des Hautbildes von 60 Prozent eintritt und nach vier Behandlungen eine Verbesserung von 70 Prozent. Man kann dann unbegrenzt weitere Behandlungen anfügen. Diese zeigen jedoch nicht mehr so drastische Veränderungen wie die ersten Behandlungen. Es versteht sich von selbst, dass dies nur für Patienten gilt, bei denen ich die Behandlung aufgrund ihres Hautbildes überhaupt für angeraten halte. Auf Basis dieser Erfahrungswerte und meiner Beratung entscheiden sich die meisten Patienten für ca. vier Behandlungen.

Gibt es Krankenkassen, die die Behandlungskosten teilweise oder ganz übernehmen?

Dr. Rezai:
Einige Privatkassen übernehmen die Kosten, andere nicht. Privat versicherte Patienten informieren sich am besten im Vorwege über die Kostenerstattung. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Behandlungskosten in der Regel nicht.
Die Webseite von Dr. Rezai ist unter www.hautarzt-muenster.de abrufbar.

Zurück zur Übersicht